Momentan arbeiten wir an einer neuen Website. Also bitte nicht wundern, wenn einige Beiträge noch nicht online sind.

Während unserer Fahrt nach Costa Rica vom 25.12.2013 bis zum 10.01.2013 werden wir versuchen hier täglich zu berichten.

Hier geht's zur Vorbereitung.

 

Nach einigen eindrucksvollen Tagen, haben wir endlich Zeit von unseren Abenteuern zu berichten:

 

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Tag 1: Die Anreise 25.12.2013
 - Frankfurt Flughafen

 

3.30 Uhr - Bei uns allen klingelt der Wecker nach nur wenigen Stunden Schlaf. Alles ist fertig vorbereitet für die Reise.
Nur noch der letzte Check, ob alle wichtigen Dokumente im Handgepäck sind und es geht los zum Treffpunkt an der Kirche im Rieselfeld.
Bei allen steigt sichtlich die Aufregung wegen dem bevorstehenden Weg, denn jetzt beginnt das lang ersehnte Abenteuer.
Schnell wird noch kontrolliert, ob alle ihre Reisepässe dabei haben und es kann fast los gehen. Doch jemand aus unserer Gruppe fehlt noch.
Nach einigem Warten entschliessen wir uns zu ihr nach Hause zu fahren. Die Befürchtung, dass sie verschlafen hat, bestätigte sich leider. Doch nicht nur das, ebenso wurde gedacht, dass wir erst am nächsten Tag fliegen. Alle sind besorgt nach dieser Nachricht, doch zum Glück war bereits alles gepackt, sodass es nach dem ersten Schreck nun für alle zum Frankfurter Flughafen gehen konnte. :)
Rechtzeitig dort angekommen, ging es bald zum Check-In. Jeder hat etwas Bedenken wegen der Grösse und des Inhalts des Handgepäcks. Aber nach erfolgreichen Check-In und Sicherheitskontrolle sitzen wir endlich alle im Flieger. Wir sind erstaunt über das Entertainment im Flugzeug, denn jeder hat einen Touchscreen vor sich auf dem man Filme gucken, Musik hören, Spiele spielen und vieles mehr machen kann. Nach 10 Stunden Flug mit einem aufregenden Blick auf Grönland kommen wir endlich im Atlanta Flughafen an. Alle sind gespannt auf die angekündigten strengen Sicherheitskontrollen der USA und es bleibt die Frage: "Haben alle ihr ESTA-Formular korrekt ausgefüllt?" Hier gibt es aber wiederum keine Probleme, sodass wir nun etwas Zeit im Flughafen haben bis zum endgültigen Flug nach San Jose. Man merkt allen die Müdigkeit an und wir hoffen bald in unserer Gastfamilie anzukommen. Erst liegt aber noch ein 4-stündiger Flug vor uns. Es ist schon dunkel beim Abflug und die meisten versuchen ein wenig zu schlafen, um nicht völlig kraftlos in San Jose anzukommen. Bei der Landung ist die Aufregung und die Freude über das Wiedersehen riesen gross. Nach der letzten Sicherheitskontrolle geht es nun endlich unseren Costa Rica Freunden entgegen. Sie warten auch schon sehnsüchtig auf uns und empfangen uns herzlich mit Applaus und unserer Alemannen Fahne. :) Alle freuen sich wahnsinnig die Leute wieder zu sehen, schnell finden sich die Gastbrüder und -schwestern zusammen und nach einem kurzen Schwätzchen mit dem ein oder anderen geht es für uns nach knapp 25 Stunden Reise weiter in die Gastfamilien. Und alle sind natürlich gespannt, was in den nächsten Tagen auf sie zu kommt.

 

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Tag 2: Besuch in der Pfadfinder Finca 26.12.2013
 - San Isidro de Heredia

 

Am 27. Dezember besuchten wir San José, die Hauptstadt von Costa Rica. Um 9 Uhr trafen wir uns am Plaza National, das Herz San Josés. Aufgrund der "tico-time" wurde daraus 10 Uhr. (In Costa Rica wird das mit der Uhrzeit nicht so genau genommen.) Daraufhin besuchten wir das Museo National, in dem wir viel über die Geschichte, Kultur und über die Menschen Costa Ricas erfuhren. Um uns für unseren weiteren Besuch San Josés zu stärken, picknickten wir im "parque savanna". Und uns Deutschen wurde ein typisches Spiel der Pfadfinder in Costa Rica gezeigt. Nach der Pause stürzten wir uns erneut in das chaotische Getümmel auf San Josés Straßen und fuhren zu einem typischen costa-ricanischen Markt. Wir deckten uns mit Souveniers ein, z.B. eine Hängematte oder eine aus Holz geschnittene Maske der indigenen Bevölkerung.

 

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Tag 3: Sight Seeing in San Jose 27.12.2013
 - San Jose

 

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Tag 4: Erstes Lager am Strand 28.12.2013
 - Esterillos Oeste, Puntarenas, Costa Rica

 Heute trafen wir uns schon früh morgens, um mit dem Bus zu unserem Lagerplatz zu fahren. Für den langen Weg lief anfangs ein Film, da wir jedoch die unbekannte, neue und sehr tropische Landschaft eindeutig interessanter fanden, wurde dieser bald durch Musik ersetzt. Auf der Straße konnten wir während vielen, langen Staus aufgrund von Verkehrsverengungen an Mautstellen, costa-ricanisch kreativ beladene Autos und auch Straßenverkäufer entdecken. Diese baten wartenden Autofahrern Früchte und andere Produkte an. Wir bevorzugten mit dem Bus jedoch einen Obststand am Straßenrand, an dem wir für eine kurze Pause anhielten. Hier zeigten uns unsere Austauschpartner unbekannte Früchte, wie „Manzanas de agua“ („Wasseräpfel“), oder auch alt bekannte Fruchtsorten wie Mangos oder Kokosnüsse. Auch diese konnten wir in ihrem Heimatsort ganz anders und ursprünglicher genießen. Noch lecker am Früchteschlemmen und -austauschen ging es weiter, bis wir anhielten, um Vögel zu beobachten. Weit in den Baumgipfeln konnten wir zwei Papageien beobachten, die für uns alle ein Highlight waren. Endlich sahen wir hier auch das Meer, auf das sich schon jeder so freute. Noch beeindruckt von den Papageien und anderen Vogelarten ging es weiter, bis zum nächsten Stopp, zum Krokodile anschauen. Das war sehr beeindruckend und etwas komplett Neues. Von einer Brücke aus bestaunten wir, gemeinsam mit ein paar anderen Touristen, die Krokodile unten im Flussbett. Das dieses Bild wirklich reell existierte, war für die meisten von uns schwer zu glauben. Auch die Gefährlichkeit dieser Tiere ist kaum vorstellbar, wenn man sie faul und vollkommen entspannt beim Sonnen betrachtet. Vollgestopft mit vielen, ganz neuen, Eindrücken ging es weiter zum eigentlichen Zielort, dem Lagerplatz direkt am Strand. Dieser befand sich auf einem normalen Campingplatz, was etwas anders als unsere Lagerplätze in Deutschland ist, aber keineswegs störend war. Ziemlich schnell begann das Lagerleben mit Aufbauen von Zelten, getrennt nach männlich und weiblich. Während fast alle fleißig mit Stangen und Zeltplanen zusammenstecken beschäftigt waren, kümmerte sich das Küchenteam schon um das Mittagessen. Als der Lagerplatz fertig eingerichtet war, gab es „Burritos“. Das sind Tortillas, die mit Bohnenaufstrich, Tomaten, Salat, Tubenkäse und verschiedenen Soßen gefüllt werden. Nach dem langen Vormittag war das Essen natürlich heiß begehrt. Am Ende musste sogar der kleinste Rest Käse aus der Tube gequetscht werden. Fertig mit Essen ging es endlich zum Strand. Die 50 Meter waren schnell zurückgelegt, was jeden sehr erfreute. Den Nachmittag nutzten manche um die Wellen im flachen Wasser zu genießen. Andere erkundeten den Strand in der Sonne, endeckten erste Krebse und andere Tiere, oder lagen einfach faul in der Sonne rum. Nach einem schönen Sonnentag konnte man am Abend den wunderschönen Sonnenuntergang am Meer bestaunen. Ein Sonnenuntergang geht in Costa Rica sehr viel schneller vorbei und es wird schon innerhalb einer recht kurzen Zeit komplett dunkel.

 

Nach einem schönen Tag trafen wir uns alle wieder am Zeltplatz. Die Duschen waren dauerhaft besetzt und das Abendessen wurde vorbereitet. Es gab Fleisch und Gemüse vom Grill. Der Abend klang gemütlich am Lagerfeuer aus. Gemeinsam ums Lagerfeuer herumsitzend wurde geredet, das Meer beobachtet und einfach das Lagergefühl und Beisammensein am Strand in Costa Rica genossen.

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Tag 5: Zweiter Tag des Lagers am Strand 29.12.2013
 - Naturpark Manuel Antonio

 

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Tag 6: Letzter Tag am Strand  30.12.2013
 - Esterillos Oeste, Puntarenas, Costa Rica

Morgens durften wir ausschlafen, jedoch weckte uns dir Hitze und das Licht schon um 7 Uhr. Als alle aufgestanden waren, gab es Frühstück mit Melonen, Orangen, Sternfrucht, Papayas, Bananen, Ananas, Müsli, Toast und Rührei. Danach hatten wir Freizeit, die viele für einen letzten Besuch in den Wellen nutzten. Andere konnten aufgrund ihres Sonnenbrandes nur noch in den Schatten und bevorzugten es sich mit den Costa Ricanern zu unterhalten. Um 10 Uhr wurden schließlich die Zelte und alle anderen Sachen zusammengepackt. Nach einer halben Stunde Busfahrt kamen wir an einem Strand an, um eine 1,5 km entfernte Schildkrötenstation zu besuchen. Nach einer viertel Stunde bei etwa 40 °C oder mehr, erreichten wir die Stelle. Doch leider stellte sich heraus, dass die ganze Station vor einem Jahr weg gespült worden war. So stärkten wir uns nochmal mit den vielen Früchten und gingen danach zum Bus zurück.

 

Müde von der Hitze und dem letzten Abend am Strand, fuhren wir wieder mit unserem Reisebus „Marito“ in Richtung Vale Central. Im Bus wurde viel geschlafen bis es eine Pause bei einem Früchtemarkt gab, bei dem sich viele nochmal mit Mangos oder Bananenchips eindeckten.

Gegen 17 Uhr wurden alle nach und nach in San José und Heredia aus dem Bus gelassen. Den Abend verbrachten wir in unseren Gastfamilien und sammelten Schlaf für Silvester.

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Tag 7: Neujahr 31.12.2013
 - San José, Costa Rica

Der 31.12. ist in Costa Rica ein sehr wichtiger Tag für die ganze Familie. Der Start ins neue Jahr wird also in der Großfamilie begangen und nicht im Kreise gleichaltriger Freunde. Wir verbrachten daher den ganzen Tag nicht als Gruppe, sondern jeder einzeln in seiner Gastfamilie.

Ein Teil der Pfadigruppe verbrachte den Abend jedoch bei Majo, die mit Elena eine Silvesterparty schmiss. Für alle war der Tag, obgleich sehr ungewohnt fern von der Familie und Freunden an Silvester bei 30 Grad sehr abwechslungsreich und erinnerungswürdig.

Am Morgen gegen 7 Uhr war bei uns erstmal eine Wanderung auf den nahegelegenen Berg angesagt. Es ging sehr steil bergauf und ich quälte mich langsam nach oben, während Nelita, ihr Mann, zwei ihrer Kinder und der Hund gefühlt hochsprinteten. Dafür waren sie den Rest des Tages alle erschöpft, während ich mich frisch und munter fühlte. Von oben hatte man einen wunderbaren Blick auf San Jose, Heredia und San Isidro. Auch ein kleiner Wasserfall war zu bestaunen und überhaupt boten sich unzählige Möglichkeiten für Fotoshootings, welch ein Glück!

Nachdem wir wieder heruntergestiefelt/ gerannt waren, besuchten wir noch kurz Julia und Fabian, die den Morgen stattdessen mit Ausschlafen und Auskurieren verbracht hatten. Dort wurde, wie in vielen costa-ricanischen Familien, ein großer Neujahrsputz veranstaltet und alles für den Abend vorbereitet.

Zuhause angekommen gegen 11 Uhr entspannten wir uns alle ein bisschen, aßen zu Mittag, hielten Mittagsschlaf, putzten und spielten. Danach duschten wir uns zogen unsere besten Sachen an, um schick für den Abend zu sein. Mit dem Gepäck für den 1.1. auf dem Rücken stiefelten wir los.

Mit dem Bus gings dann von San Isidro nach Belen, wo Nelitas Eltern wohnen. Nach dem Getränkeeinkauf wurde ich in die Großfamilie eingeführt: Nelitas Eltern, ihre sieben Geschwister mit jeweils ein bis fünf Kindern und gegebenenfalls deren Partnern. Insgesamt etwa fünfundvierzig Leute, die alle auf mich einredeten, der Abend wurde kunterbunt. Einen Teil verbrachte ich damit, mit den Kindern Jungle Speed zu zocken, das ich als Gastgeschenk mitgebracht hatte. Ein anderer Teil wurde mit Essen ausgefüllt. Einer von Nelitas Neffen ist auch Vegetarier und war damit beauftragt für mich zu kochen. Alle anderen kochten auf einem riesigen Topf über dem Feuer vor allem Fleisch. Umgehauen hat mich aber der leckerste Milchreis aller Zeiten, hier mit Muskat, Nelken, Vanille, Zimt und anderen Geheimnissen zubereitet, ich brauche auf  jeden Fall das Rezept.

Nach einer Weile gingen wir in einer kleinen Gruppe zum Haus von Joselines (Nelitas Tochter) Freund, um dort zu tanzen und weiter zu essen. Um 23.00 Uhr versammelten wir uns wieder im Haus von Nelitas Mutter, die bis zwölf mit allen für das neue Jahr betete. Das war sehr ergreifend. Um zwölf fielen sich alle in die Arme und küssten sich ab. Ich fühlte mich ein bisschen einsam, meiner Familie hatte ich schon sieben Stunden vorher ein frohes neues Jahr gewünscht. Nachdem das Feuerwerk, das wesentlich kleiner war als in Deutschland, verklungen war, spielten wir Bleigießen, das ich auch mitgebracht hatte. Leider merkte ich beim Übersetzen, wie bescheuert die Figuren gedeutet werden und wir hörten schon bald wieder auf. Zeit ins Bett zu gehen, war aber noch lange nicht, bis 3 Uhr spielten wir noch Jungle Speed, dann kroch ich zu Nelita ins aufgebaute Zelt und die anderen Mitstreiter verteilten sich auf die Häuser von Oma und Opa und in der Nähe lebenden Kindern.

Am nächsten Morgen wachte ich übermüdet schon um 7.30 Uhr wieder auf, weil im Zelt in der Sonne schon über 30 Grad herrschten. Frohes neues Jahr!

 Tag 8: Nationaler Pfadfinderplatz Íztaru 01.01.2014

 - Íztaru, Costa Rica

Am Morgen trafen wir uns alle um ca. 14:30 Uhr an der Busstation. Da an Neujahr die Busfahrpläne etwas unregelmäßig sind, brauchten wir erstmal einige Zeit, um den richtigen Bus zu finden. Nach ca. 30 Minuten fahrt, kamen wir dann am Fuße des Íztaru an. Daraufhin wanderten wir gemeinsam zum Lagerplatz, der oberhalb von San José liegt.

 

Oben angekommen bezogen wir unser Bungalow, wobei auf eine strikte Trennung der Geschlechter geachtet wurde, Zum besseren Kennenlernen wurden verschiedene Kreis- und Gesellschaftsspiele gespielt, bei denen man die Chance hatte auch mit bisher unbekannten Pfadis Kontakt zu knüpfen. Zu Essen gab es die Spezialität Tamales. Nach dem leckeren Essen ließen wir den Abend mit einer gemütlichen Singerrunde ausklingen.

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Tag 9: Zweiter Tag auf dem nationalen Pfadfinderplatz Íztaru 02.01.2014

 - Íztaru, Costa Rica

Der Tag beginnt um 6 Uhr, es ist dunkel, bewölkt und kalt. Ein völlig anderes Klima, als bisher gewohnt. Nach dem Frühstück wird die Gruppe durch ein kleines Spiel in zwei kleinere Gruppen eingeteilt. Eine wird vormittags, die andere nachmittags, am geplanten Sitzkreis. Der Bauplatz ist eine kleine Lichtung auf einem Hügel. Der Sitzkreis soll in jeder Himmelsrichtung einen Ausgang haben und in der Mitte eine große Feuerstelle. Den Vormittag über werden Steine gesammelt und Holz aus der hintersten Ecke des Schuppens hervorgekramt und zum Bauplatz getragen. Heute sollen nur die Stützen gebaut werden. In den nächsten Tagen kommen dann die Sitzflächen und um die Schrauben sollen als Verzierung Seile gebunden werden. Die andere Gruppe bereitet derweilen eine Schnitzeljagd vor. Nach dem Mittagessen wird getauscht.

Die Schnitzeljagd läuft nicht ganz wie geplant, es wird zwar nach den Pfeilen gelaufen, aber die wenigsten wissen, dass ein Schatz versteckt wurde und so bleibt er allein zurück im Regenwald.

Die meisten nutzen den Tag auch, um auf den Copete zu laufen, von dem man einen wunderschönen Ausblick auf das Tal hat, das auf ca. 1300 m liegt. Zum Abendessen gibt es das hier typische Weihnachtsgericht „Tamales“, in Bananenblättern eingewickelter Reis mit Gemüse und Mais.

 

An diesem Abend müssen wir das erste Mal unser kleines Theaterstück aufführen. Nachdem die Probe noch etwas chaotisch abläuft, kommt die Aufführung erstaunlich gut an. Der krönende Abschluss sind natürlich Fabian und Mirka mit ihrer BiPi-Aufführung. Der Vizepräsident der costa-ricanischen Pfadfinder dankt uns für unser Engagement und jeder von uns bekommt einen Button und einen Stift des Platzes. Auch wir übergeben unsere Kothe. Anschließend gibt es noch eine kleine Bilderpräsentation über Freiburg, die typische Gegend und über typische Lagerbauten. Als Johnny, dann Musik auflegt, legen die Costa Ricaner mit Tanzen los. Einige von uns sind gewillt tanzen zu lernen und so wird es für die meisten ein noch sehr lustiger Abend.

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Tag 10: Dritter Tag auf dem nationalen Pfadfinderplatz Íztaru 03.01.2014

 - Íztaru, Costa Rica

 

Tag 11: Letzer Tag auf dem nationalen Pfadfinderplatz Íztaru 04.01.2014

 - Costa Rica

Der Tag beginnt  mit dem üblichen frühen Wecken um 6 Uhr. Manche gehen direkt duschen, andere lassen es im Wissen um die Tico-time etwas ruhiger angehen.

Wer sich für ersteres entscheidet, ist nach der kalten Dusche auf jeden Fall richtig wach. Nach und nach kommen dann alle zum Frühstück zusammen.

Die am vorherigen Tag eingeteilten Gruppen tauschen dieses Mal, so dass die Gruppe, die zuerst am Sitzkreis gearbeitet hat, nun den Vormittag frei hat, um den Platz weiter zu erkunden, zu faulenzen oder sich anderweitig zu beschäftigen. Einziger Programmpunkt ist  die Vorbereitung des „Schatzes“ und der passenden Route für die zweite Gruppe. Nach den Spaghetti zum Mittagessen packt nun die zweite Gruppe kräftig, aber mit entspanntem Eifer beim Sitzkreis mit an.

Nachmittags sind dann die letzten Sitzflächen und Lehnen angeschraubt und die letzten Stützen einbetoniert. Ein bleibender Eindruck deutscher (Rum-) Sitzkultur ist entstanden! Währenddessen wird das vorbereitete Schnitzel zwar gejagt, aber (wiederholt) nicht erlegt.

Im Anschluss beschließen wir, die den Costa Ricanern geschenkte Kohte aufzubauen. Nach einiger Zeit (sie sollen ja lernen wie), ist die Kohte fertig aufgebaut und schmückt den Zeltplatz mit ihrem etwas düsteren Charme.

Dann ist es auch schon Zeit, das Essen, das wir diesmal über mehreren Feuern selbst kochen, vorzubereiten. Neben Stockbrot auf Schaschlikspießen gibt es Folienkartoffeln und Platanos mit Käse in Alufolie im Feuer gegrillt, so wie scharfe Wurst. Während des Essens kommt der Direktor des Platzes zu uns an die Feuer und sagt uns in einer kleinen Ansprache, dass er es toll findet uns auf dem Platz zu haben. Und um uns für unser Engagement beim Sitzkreisbauen, Fahnenmasten streichen und Mauer verputzen ein besonderes Badge zu überreichen.

Bei der anschließenden Einweihung des Sitzkreises, sagen zuerst der Präsident der costa-ricanischen Pfadfinder und sein Stellvertreter einige Worte, in denen sie ausdrücken, wie froh sie über unseren Besuch in Costa Rica sind und wie sehr sie die Austausch- und Projektarbeit schätzen. Fabian übersetzt zwischendurch alles, auch wenn das Tauschen seines Halstuchs gegen das des Präsidenten auch ohne Worte auskommt.

Ebenso läuft das Tauschen zwischen den Austauschpartnern fast lautlos ab, obwohl es um einiges bewegender ist. Nach diesem eher offiziellen Teil finden die Costa Ricaner schnell ihre gute Laune wieder und starten Gruppenspiele zu denen auch wir das ein oder andere Kreisspiel beisteuern.

 

Nach und nach löst sich die Runde ums Lagerfeuer auf, während wir mit den ein oder anderen Textschwierigkeiten unsere Fahrtenlieder singen.

Tag 12: 05.01.2014

 - Costa Rica

Heute morgen ging es wieder früh aus den Federn. Um 6 klingelte brutal der Wecker und wir rollten uns mühsam aus dem Bett. Für den Familientag hatten wir zuerst vor typisch zu frühstücken und dann in die Waterfallgardens zu fahren. Diese sind ein recht großer Tier- und Naturparkkomplex der an ein Hotel angeschlossen ist. Nach dem Aufstehen wurden Tati, Maria Carmen, Hanna, Nelita und Mirka eingesammelt und der Weg Richtung Restaurant eingeschlagen. Dort wurden selbst gemachte Tortillas probiert und Cas-limo genossen. Dies ist eine typische sehr saure Frucht, die ausschließlich für Getränke benutzt wird und eine säuerliche, wohlschmeckende Limo ergibt. Auch die typischen angebratenen Platanós (eine Bananenart) wurden mit großer Freude aufgemampft. Danach ging es über steile Bergstraßen vorbei an Ananas- und Kaffeeplantagen, über eine Stunde in die Berge und damit auch in den Nebel. Der Park liegt im Nebelregenwald und der Name ist Programm. Schon bald ist die wunderschöne Aussicht verschluckt und wir im leichten Nieselregen eingefangen. Im Park treffen wir Karito und Sarah, Maho und Elena, Maria und Julia M., Sofia und Lea sowie Rafa und Sven mit Familienmitgliedern. Im Park haben wir zuerst die künstliche Wasserfall und Poollandschaft begutachtet. Der für mich interessantere Teil waren Papageien und Tukane. Von einem grünen Ara wurden wir sogar mit "Hola" begrüßt. Genauso eindrucksvoll war das Schmetterlingshaus in dem man Puppen anfassen konnte, und Schmetterlinge in allen Farbabstufen zu bestaunen. Nach einem Besuch in einem landestypischen alten Bauernhaus und dem Entdecken des Jaguarhauses wurden noch kleine buntgefärbte Giftfrösche gesucht. Als letztes wurde der Wasserfall besucht. Im Anschluss sind wir noch einmal in ein landestypisches Restaurant gegangen und dann sind wir im Sonnenuntergang nach Hause gefahren. Der wunderschöne Tag war dann um 20 Uhr auch früh zu Ende, da am nächsten Morgen früh der Aufbruch zum letzten Lager geplant war.

 

Tag 13: 06.01.2014

 - Costa Rica

Der Bericht folgt.

 

Tag 14: 07.01.2014

 - Costa Rica

Unser zweiter Tag im Gemeindezentrum in San Carlos begann mit einem Weckruf um 7 Uhr, so dass wir uns von dem langen vorhergehenden Tag ein wenig erholen konnten. Ich übernahm jedoch den Frühstücksdienst um halb sieben, also wie bei jedem Frühstück: leckere Früchte schneiden und Kaffee kochen. Außerdem sollte sich jeder ein Lunchpaket zusammenstellen, obwohl wir später auswärts zu Mittag essen werden. Genaueres wurde aber noch nicht verraten, jedoch ging das Gerücht um, wir würden unsere müden Glieder in heißen Quellen entspannen können.

Etwas verspätet ging unsere Reise mit dem Bus um 8 Uhr los. Erste Station: La Catarata Rio Fortuna. Die Sonne hielt sich an diesem Vormittag etwas zurück und so stiegen wir, nachdem jeder eine Haftungsbeschränkung für den Park unterschrieben hatte, die steilen, mehr oder weniger befestigten Stufen zum Wasserfall hinab. Wir waren hier bei weitem nicht die einzigen Besucher: Einige Touristen, wahrscheinlich aus den USA, und ein paar Ticos stiegen mit uns hinab oder kamen uns schon wieder entgegen. Sogar ein US-amerikanisches Hochzeitspaar mitsamt Fotographen zog an uns vorbei. Schon bald bot sich uns der erste wunderschöne Anblick auf den Wasserfall, der übrigens ungefähr 70 Meter hoch ist, und nur wenige Höhenmeter tiefer standen wir fast direkt an der Lagune, in die er sich ergoss. Nach vielen Fotos vor dem Wasserfall, konnten wir es kaum erwarten in den Wassern baden zu gehen, mussten uns aber zunächst gedulden, da der Zugang zu der Lagune aufgrund der laufenden Hochzeit gesperrt war.

Einige von uns beglückwünschten noch das frisch getraute Paar mit dem für costa-ricanische  Pfadfinder typischen Applaus, die anderen waren schon in einer anderen, etwas weiter flussabwärts gelegenen Lagune baden gegangen und schon bald tummelten sich alle Badelustigen von uns im sehr sauberen, kühlen Wasser. Der Rest genoss das Spektakel gemütlich vom Ufer aus. Ich kämpfte mich mit ein paar anderen vorsichtig flussaufwärts über die glitschigen Steine in Richtung des Wasserfalls. Dort angekommen konnten wir, natürlich in sicherem Abstand zum herabstürzenden Wasser, im Hauptbecken des Wasserfalls baden. Eine wirklich atemberaubende Erfahrung in der Nähe einer solchen Naturgewalt zu schwimmen, ihre Kraft, selbst in sicherer Entfernung, durch die Lautstärke des aufschlagenden Wassers und den von ihr ausgehenden Wind auf der Haut zu spüren. Sehr lange hielt ich es im Wasser aber nicht aus, da mir schon kalt um die Ohren wurde, also beschloss ich mich abzutrocknen und meine geschmierten Brote zu verspeisen, während andere nicht genug vom Wasser bekommen konnten und noch bis kurz vor Aufbruch badeten. In der unteren Lagune entdeckten wir außerdem noch ein paar Fische, die scheinbar angelockt von den Gaben der Besucher, dort auf Nahrung lauerten. Auch ein paar winzige Frösche haben wir gesehen, die teilweise noch ein kurzes Schwänzchen aus ihrer Zeit als Kaulquappen hatten.

Als alle trocken und eingekleidet waren, machten wir uns wieder auf den Weg nach oben zum Bus. Und nicht zu früh: noch kurz bevor alle am Eingang waren fing ein relativ starker Regenschauer an. Als alle da waren, ging es im Bus zur nächsten Station: den heißen Quellen. Ich persönlich stellte mir darunter mehr oder weniger naturbelassene Becken mit heißem Wasser oder ein Schlammbad vulkanischen Ursprungs vor. Doch dann hielt der Bus vor einem großen Spa mit dem Schild „Baldi Hot Springs“ und mir wurde bewusst, dass es doch etwas anders werden würde. Schnell sprach sich herum, dass das Spa einem Bekannten aus dem Heimatort von Rafa, José Gabriel und Ulises gehörte und wir alle zu einem Buffet im Restaurant und dem Besuch der Therme für den restlichen Tag eingeladen wurden. Nachdem wir ungefähr eine halbe Stunde im Bus auf eine Bestätigung des Besitzers warteten, wurden wir um ungefähr 14 Uhr eingelassen und machten uns alle mit großem Hunger und großer Dankbarkeit auf dem Weg zum Buffet.

Dort wurden meine Erwartungen an das Essen auch noch übertroffen: Es gab eine Salatbar, eine große Auswahl an Hauptgerichten, zwei Suppen und Kuchen als Dessert. Ich probierte mich quer durch das Buffet und alles war sehr lecker und wie ich erfahren habe, waren es durchweg landestypische Gerichte. ¡La comida está a cachete con popi!“  

Mit gut gefüllten Mägen ging es dann auch gleich ab in die Therme. Roberto war schon auf der Wasserrutsche, die ihre oberste Plattform direkt vor den Fenstern des Restaurants hatte, bevor ich meinen Kaffee zum Kuchen getrunken hatte. Doch schon bald war auch ich auf Erkundungstour. Es gab zahlreiche Becken mit Temperaturen von 20°C bis über 40°C, drei Wasserrutschen, von denen zwei geöffnet waren, und ganz unten auch ein ziemlich warmes Becken in dem es eine Bar und Musik gab. Generell gab es noch zwei weitere Becken mit Bars und ich muss sagen, abgesehen von der tropischen Gestaltung des Bades, die sich natürlich anbietet bei dem umliegenden Regenwald, fühlte ich mich wie auf einer Touristeninsel, da die meisten Besucher US-Amerikaner oder Asiaten waren und auch sonst alles nach westlichen Standards aussah. Nach den Lagern am Strand und in Iztarú und dem Leben in der Familie, kam mir diese Welt zunächst sehr fremd vor, doch Entspannung stellte sich bei dem ganzen warmen Wasser natürlich trotzdem ein. Der krönende Abschluss des Thermenbesuchs war kurz vor Schluss, als sich dann die ganze Gruppe im Becken mit der Musik versammelt hatte. Es war schon dunkel, das Becken beleuchtet mit bunten Lichtern in sanft wechselnden Farben. Dazu, so hörte es sich für mich an, landestypische Salsamusik. Nachdem das Eis auf der „Tanzfläche“ im Wasser gebrochen war, bildete sich ein Kreis und alle tanzten und klatschten in losgelöster Stimmung, selbst die etwas zurückhaltenden der Gruppe hatten ihren Auftritt unter dem Applaus der Gruppe und auch einige Außenstehende schlossen sich, durch die gute Laune angesteckt, an.

 

Um 19:30 Uhr war dann Treffpunkt am Bus. Entspannt und glücklich, aber auch ein bisschen müde machten wir uns auf den Heimweg. Im Gemeindezentrum bereiteten die Ticos das Abendessen vor, während die deutsche Gruppe sich zu einer letzten Reflexionsrunde traf. Jeder sollte über das schönste Erlebnis seiner Reise berichten. Alle waren guter Laune, doch wie auch ich, dachten manche schon ein wenig traurig an den bevorstehenden Abschied. Wir stimmten uns gemeinsam darauf ein, die restliche gemeinsame Zeit noch zu genießen und dankten ausdrücklich Mirka, Julia und Fabian, dass sie diese ganze Reise ermöglicht und betreut haben. Zum  Abendessen gab es dann noch Tortillas mit „Chimichurri“ einer leckeren Soße aus Tomaten, Zwiebeln, Koriander und Tabasco, gebratenen Würsten, Hühnchen und natürlich Bohnenpaste. Nach einer Abstimmung über das Abendprogramm, entschieden wir uns für ein letztes Lagerfeuer in dem wir die übrigen Bratäpfel zubereiten wollten. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten und obwohl es so aussah als sei der Großteil der Gruppe schon am Schlafen, gelang es Fabian, trotz noch grünem, nassen Feuerholz, ein Lagerfeuer zu entfachen, dass dann noch ungefähr 10 Leute mit Bratäpfeln und Wärme versorgte. Und nach ein paar Liedern aus dem Liederbock war es dann plötzlich 2 Uhr nachts, worauf sich auch die Letzten von uns ins Bett begaben.

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Tag 15: 08.01.2014

 - Costa Rica

Unser letzter Tag wurde mit einem kurzen aber reichhaltigen Frühstück begonnen, in Windeseile putzten wir die Küche, packten unsere Vorratskisten und stiegen etwas später als geplant in den Bus. Hektik war geboten, denn neben der Rückfahrt standen noch ein Besuch des costa-ricanischen Pfadfinderbüros in San José, sowie der Abschiedsabend mit den Gastfamilien in San Isidro an und die Rucksäcke wollten, zumindest bei einem Großteil der Gruppe auch noch gepackt werden. Busfahrer Jaibe wählte eine direkte Route über kleine Landstraßen, unsere Hinfahrt hatte uns noch mit einem Schlenker über Guapiles durch die Provinz Limón geführt. Die schöne Landschaft fand jedoch nur geringe Beachtung bei der Busgesellschaft, mit vereinten Kräften wurde ausgiebig an der Sitzlehne gehorcht. Einen kurzen Zwischenstopp legten wir in Zarcero ein, wo wir einen großen Park aus kunstvoll geschnittenen Hecken bestaunten. Leckeres Eis gab es auch noch auf die Hand und weiter ging es Richtung Valle Central. An einem Straßenverkauf deckten sich die meisten noch mit Platano-Chips, Kokostalern und Süßgebäck ein, um ein bisschen Tico-Küche auch nach Deutschland mitzubringen. Immer zäher wurde der Verkehr auf dem Weg zum Pfadfinderbüro und so waren vor allem wir Leiter froh, als der Bus endlich vor dem dreistöckigen Gebäude nahe dem Zentrum hielt. Nach einem kurzen Besuch im Pfadfinderladen wurde die Gruppe vom Vizepräsidenten der costa-ricanischen Pfadfinder, Javier Sandoval empfangen. Er bedankte sich für den Austausch und betonte, dass man sich von costa-ricanischer Seite eine feste Partnerschaft gut vorstellen könne. Nach diesem netten Empfang ging es mit viel Wicki-Wicki-Geschnatter auf die letzte Etappe nach San Isidro. Auf dem Weg wurde die große Schar immer kleiner, viele Gastfamilien wohnen deutlich näher am Zentrum.

Müde von der zum Teil kurzen Nacht und der Rückreise fanden die meisten noch ein wenig Zeit zum Ausruhen oder machten sich schon ans große Einpacken. Die Gastfamilien bereiteten währenddessen viele kulinarische Spezialitäten für den Abschiedsabend vor zu dem wir uns gemeinsam am frühen Abend in einem Rancho in San Isidro einfanden. Trotz zum Teil stundenlanger Anfahrtswege waren alle Familien angereist und hatten für ein vielfältiges Buffet gesorgt: Cas-Saft, Chimichurri, Nudelsalat, Picadillo, Tortillas, asiatische Nudelpfanne, Tico-Milchreis, Crêpes mit Apfelfüllung, roter Wackelpudding mit Früchten und vieles mehr.

 

Johnny dankte allen Gastfamilien für die Aufnahme und Versorgung der deutschen Gäste und erzählte der versammelten Gesellschaft von den Erlebnissen unseres Austauschs. Lea meisterte in allerschönstem Tico-Spanisch einen Telefonanruf und nach dem Essen führten wir ein letztes Mal unser einstudiertes Theaterstück den Eltern vor. Finn, Sarah und Julia präsentierten im Anschluss noch unsere  Heimatstadt, den Stamm Alemannen und Pfadfinden in Deutschland, wobei besonders der Flammkuchen und seine Zubereitung großes Interesse hervorrief. Nachdem wir uns bei Johnny und Nelita für die gute Organisation und Leitung unserer 16 gemeinsamen Tage bedankt hatten, stand der traurige Teil des Abends an: jeder bedankte sich einzeln bei seinem Gastpartner für die schöne gemeinsame Zeit. Auch wenn wir uns schon alle gegenseitig versichert hatten, dass der nächste Austausch bestimmt kommt, flossen die ersten Tränen des Abschieds. Im Abschlusskreis sangen wir zweisprachig "Nehmt Abschied Brüder" und machten uns auf den Heimweg.

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Tag 16/17: Abreise 09/10.01.2014 (Datum kann nicht so genau festgelegt werden.)

 - Costa Rica, Deutschland

Eine kurze Nacht mit einigen Träumen voller Erinnerungen und Erfahrungen liegt hinter uns. Gegen 4 Uhr morgens quälen wir uns alle ein letztes Mal aus den Betten unserer Gastgeber. Ein letzter Besuch im Bad, vielleicht ein letztes Frühstück. Wir treffen uns alle vor dem Flughafen in Alajuela. Diesmal „German-Time“, wir wollen den Flug ja nicht verpassen. In der Flughafenhalle beginnt zwischen all dem Gepäck und den vielen Leuten aus allen möglichen Ländern die Verabschiedung. Alle sind sehr traurig, freuen sich aber auch schon auf ein Wiedersehen. Wir bezahlen noch die Ausreisegebühr und checken unsere Gepäckstücke am Schalter ein. Danach machen wir uns  auf den Weg zur Sicherheitskontrolle. Dort verabschieden wir uns nach 16 wundervollen Tagen von den Ticos und auch von Fabian, Julia und Mirka, die noch eine Weile in Costa Rica bleiben werden.

Als wir zu unserem Gate kommen, beginnt gerade das Boarding unserer Zone. Wir begeben uns direkt ins Flugzeug und auf unsere Sitzplätze. Wir warten dort und nach einigen unverständlichen Lautsprecherdurchsagen, erklärt uns eine Flugbegleiterin, dass es wohl Probleme mit illegalen Immigranten gibt. Ob sich diese im Flughafen oder in unserem Flieger befinden, ist uns nicht ganz klar. Nach circa einer Stunde bewegt sich unser Flugzeug dann endlich in Richtung Startbahn. Und wir fürchteten schon unseren Anschlussflug zu verpassen und eine Nacht im Flughafen verbringen zu müssen.

Auf unserem Flug nach Atlanta fliegen wir über die Karibik und können einen Blick auf einige schöne Inseln werfen. Danach landen wir nach etwa vier Stunden im kalten Atlanta. Wieder warten die strengen Sicherheitskontrollen und sonstige Sicherheitsmaßnahmen auf uns. Mit einiger Verzögerung erreichen wir unser Gate noch zeitig genug, um in der Flughafenhalle eine köstliche (und vor allem teure) Pizza zu genießen.

Nach weiteren dreizehn Stunden Flug landen wir mit einer Stunde Verspätung morgens in Frankfurt. Endlich wieder in Deutschland! Naja, ganz schön kalt hier. Erstmal mit dem Flughafenbus zum Bahnhof und dann weiter mit dem ICE direkt zum Freiburger Hbf. Unsere Heimatstadt begrüßt uns leider mit lausigen Temperaturen, aber dafür mit umso netteren Eltern und Freunden.

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Wir danken allen Familienmitgliedern, Freunden, Bekannten und vor allem den Pfadfindern aus Costa Rica, die diese unvergessliche Reise möglich gemacht haben!

Der Stamm Alemannen (Freiburg im Breisgau) ist Mitglied im 'Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder' (VCP)

Innerhalb der internationalen Pfadfinderbewegung ist der VCP über den 'Ring deutscher Pfadfinderverbände' (RdP) Mitglied der 'World Organization of the Scout Movement' (WOSM) und über den 'Ring Deutscher Pfadfinderinnenverbände' (RDP) Mitglied der 'World Association of Girl Guides and Girl Scouts' (WAGGGS). Als Teil der evangelischen Jugend ist der VCP Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej)